Bibelkuchen
Weihnachten 2009

Ein Kuchen, dessen Zutaten in der Bibl vorkommen

Liebe Kinder

Zur Vorbereitung auf Weihnachten backen wir diesmal keine Plätzchen, sondern einen Bibelkuchen. Wir verbacken dabei natürlich keine Bibel als Zutat , sondern finden die Zutaten in Bibelstellen. Essen und Trinken gehört zum Leben und hat deshalb in der Bibel eine große Bedeutung.

Vorbereitung:

Um die Zutaten zu finden, benötigt ihr eine Bibel in der Einheitsübersetzung oder sucht im Internet unter: alt.bibelwerk.de/bibel

Zutaten

A

Richter 5.25 b

1 ½ Tassen

B

Jeremia 17.19

6 Stück

C

Richter 14.18 a

2 Tassen

D

1. Könige 5.2

4 ½ Tassen

E

Nahum 3,12

2 Tassen

F

1. Korinther 3.2

½ Tasse

G

1. Samuel 30.12 b ohne Kuchen

1 Tasse

H

Numeri 17.23

1 Tasse

J

Levitikus 2.13

1 Prise

K

Jeremia 6.20; gemahlen

3-4 TL

L

Backpulver; als Tribut an Heute

1 Päckchen


Zubereitung

L wird mit 4 Tassen von D vermischt.
A und B werden zusammen schaumig gerührt.
Dann abwechselnd C, 4 Tassen von D mit L und portionsweise K dazugeben.
Danach F und J dazugeben.
H enthäuten und zusammen mit E zerkleinern,
G dazugeben und diese Zutaten mit der restlichen 1/2 Tasse von D vermischen.
Dann erst alles zusammen zum Teig geben. So wird vermieden, dass die Zutaten auf den Boden sinken.
Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und ca. 50-60 Minuten bei 200°C backen.


* * *

Wenn es ans Kuchenessen geht, gilt Lukas 14,12-14. Guten Appetit!

Unser Redaktionsteam hat den Kuchen probiert und er passt wunderbar in die Adventszeit!


Auflösung

A Richter 5.25 b: 1 1/2 Tassen

Er hatte Wasser verlangt, sie gab ihm Milch, / in einer prächtigen Schale reichte sie Sahne.

Bemerkung: Das Wort „Sahne“ findet sich in der Bibel leider nicht. Aber letztlich ist „Sahne“ ja auch nur geschlagene Milch. 44mal steht das Wort „Milch“ in der Heiligen Schrift. Oft im Zusammenhang mit der Rewendung „das Land, in dem Milch und Honig fließen“ – und dies steht für die Verheißung Israels während des Auszuges aus Ägypten.

B Jesaja 10.14: 6 Stück

Wie man in ein Nest greift, so griff meine Hand / nach dem Reichtum der Völker. Wie man verlassene Eier sammelt, / so habe ich alle Länder der Erde gesammelt. Da war keiner, der mit den Flügeln schlug, / keiner, der den Schnabel aufriss und piepste.

Bemerkung: Eier waren auch in Israel zur Zeit Jesu nicht unbekannt. Wahrscheinlich hielten sich in Israel viele Familien Nutztiere.

C Richter 14.18 a: 2 Tassen

18 Und am siebten Tag sagten die Männer der Stadt zu ihm, bevor die Sonne unterging: Was ist süßer als Honig und was ist stärker als ein Löwe? Er erwiderte ihnen: Hättet ihr nicht mit meiner Kuh gepflügt, dann hättet ihr mein Rätsel nicht erraten.

D 1. Könige 5.2: 4 1/2 Tassen

2 Der tägliche Unterhalt Salomos belief sich auf dreißig Kor Feinmehl, sechzig Kor gewöhnliches Mehl.


Bemerkung: Unter Feinmehl wird das gesiebte Mehl verstanden, gewöhnliches Mehl entspricht dann dem Vollkornmehl. Mehl ist ein Grundnahrungsmittel – Jesus spricht von sich als dem „Brot des Lebens“. 14mal begegnet uns das Wort „Mehl“ alleine im Alten Testament. Unsere Hostien in der Kirche bestehen ausschließlich aus Mehl.

E Nahum 3,12: 2 Tassen

12 All deine Festungen sind Bäume mit frühen Feigen: / Schüttelt man sie, dann fallen sie dem, der sie essen will, in den Mund.

Bemerkung: Es gibt etwa 750-1000 Feigenarten, die man getrocknet, gedörrt oder auch frisch essen kann. Für unseren Bibel-Kuchen eignen sich gut gedörrte Feigen oder frische Feigen. Feigen gehören zu den erlesenen Früchten, die sich eher Reiche leisten können. Denn ein Feigenbaum braucht viel Wasser und guten Boden. Beides ist sehr wertvoll in einem Wüstenland wie Israel.

F 1. Korinther 3.2: 1/2 Tasse

Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht;

Bemerkung: In Israel gab es sicherlich keine Kuhmich zu trinken. Eher gibt es dort Esel und Schafe. Da es hier aber keine Eselsmilch gibt – und Schaf- und Ziegenmilch nicht jedermanns Sache sind, empfehlen wir für den Bibelkuchen die normale Kuhmilch.

G 1. Samuel 30.12b ohne Kuchen: 1 Tasse

12 außerdem gepresste Feigen und zwei Rosinenkuchen. Als er gegessen hatte, kehrten seine Lebensgeister zurück; er hatte nämlich schon drei Tage und drei Nächte keinen Bissen Brot mehr gegessen und keinen Schluck Wasser getrunken.

Bemerkung: Rosinen sind getrocknete Trauben. Ansonsten finden die Trauben ja auch verwendet im Weinanbau, der in Israel, dem Land Jesu, Tradition hat. Beim letzten Abendmahl nahm Jesus den Kelch mit Wein...

H Numeri 17.23 l Tasse

23 Als Mose am nächsten Tag zum Zelt der Bundesurkunde kam, da war der Stab Aarons, der das Haus Levi vertrat, grün geworden; er trieb Zweige, blühte und trug Mandeln.

Bemerkung: der Mandelbaum wird seit 4000 Jahren kultiviert und war auch zur Zeit Jesu im ganzen Mittelmeerraum bekannt.

J Levitikus 2.13: 1 Prise

13 Jedes Speiseopfer sollst du salzen und deinem Speiseopfer sollst du das Salz des Bundes dei-nes Gottes nicht fehlen lassen; jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen.

Bemerkung: Salz war früher ein sehr kostbares Gut, ganz im Gegensatz zu heute.

K Jeremia 6.20: 3-4 TL

20 Was soll mir der Weihrauch aus Saba / und das gute Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer gefallen mir nicht, / eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm.

Bemerkung: Gewürzrohr = gerollte Rinde des Zimtbaumes, kurz Zimt gemahlen. Statt reinem Zimt kann kann auch Lebkuchengewürz genommen werden.

L Backpulver

Bemerkung: Hier würde eine Bibelstelle passen, in der Asche vorkommt. Asche von verbranntem Holz enthält Pottasche = Kaliumkarbonat und wird als Treibmittel für Lebkuchen genommen. Aber die Bibelzitate, die wir gefunden haben, beschreiben nur die Asche von Brandopfern von Tieren, eine doch unpassende Zutat zu einem Kuchen. Wer eine passende Bibelstelle kennt, in der Holzasche gemeint ist, teile sie bitte der Redaktion mit: redaktion bei st-walburga.de Vielen Dank im Voraus.

Bemerkung zu den Zutaten

Zucker fehlt in dem Rezept. Zucker in der Form, wie wir ihn heute kennen, war zur Zeit der Bibel so gut wie unbekannt. Honig oder eingedickter Fruchtsaft waren das einzigen Mittel zum Süßen. Durch den Honig erhält unser Bibelkuchen einen sehr interessanten Geschmach.

Weiter Details zum Zucker: http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker

Frau Susanne Lutze hat dieses Rezept gefunden, Werner Niggemann hat es küchentauglich überarbeitet und Pfarrer Wierling hat die Bemerkungen zu den biblischen Zutaten ergänzt. Frau Ursula Luthe hat ihn für das Redaktionsteam gebacken und das gesamte Team hat ihn probiert und für gut befunden. Von daher ist diese Webseite ein gutes Beispiel für Teamarbeit.


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