Liebe Kinder
Zur Vorbereitung auf Weihnachten backen wir diesmal keine Plätzchen, sondern
einen Bibelkuchen. Wir verbacken dabei natürlich keine Bibel als Zutat , sondern
finden die Zutaten in Bibelstellen. Essen und Trinken gehört zum Leben und hat
deshalb in der Bibel eine große Bedeutung.
Vorbereitung:
Um die Zutaten zu finden, benötigt ihr eine Bibel in der Einheitsübersetzung
oder sucht im Internet unter: alt.bibelwerk.de/bibel
Zutaten
|
A |
Richter 5.25 b |
1 ½ Tassen |
|
B |
Jeremia 17.19 |
6 Stück |
|
C |
Richter 14.18 a |
2 Tassen |
|
D |
1. Könige 5.2 |
4 ½ Tassen |
|
E |
Nahum 3,12 |
2 Tassen |
|
F |
1. Korinther 3.2 |
½ Tasse |
|
G |
1. Samuel 30.12 b ohne Kuchen |
1 Tasse |
|
H |
Numeri 17.23 |
1 Tasse |
|
J |
Levitikus 2.13 |
1 Prise |
|
K |
Jeremia 6.20; gemahlen |
3-4 TL |
|
L |
Backpulver; als Tribut an Heute |
1 Päckchen |
Zubereitung
L wird mit 4 Tassen von D vermischt.
A und B werden zusammen schaumig gerührt.
Dann abwechselnd C, 4 Tassen von D mit L und portionsweise K dazugeben.
Danach F und J dazugeben.
H enthäuten und zusammen mit E zerkleinern,
G dazugeben und diese Zutaten mit der restlichen 1/2 Tasse von D vermischen.
Dann erst alles zusammen zum Teig geben. So wird vermieden, dass die Zutaten auf den
Boden sinken.
Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und ca. 50-60 Minuten bei 200°C
backen.
* * *
Wenn es ans Kuchenessen geht, gilt Lukas 14,12-14. Guten Appetit!
Unser Redaktionsteam hat den Kuchen probiert und er passt wunderbar in die Adventszeit!
Auflösung
A Richter 5.25 b: 1 1/2 Tassen
Er hatte Wasser verlangt, sie gab ihm Milch, / in einer prächtigen Schale reichte
sie Sahne.
Bemerkung: Das Wort Sahne findet sich in der Bibel leider nicht.
Aber letztlich ist Sahne ja auch nur geschlagene Milch. 44mal steht das
Wort Milch in der Heiligen Schrift. Oft im Zusammenhang mit der Rewendung
das Land, in dem Milch und Honig fließen und dies steht für
die Verheißung Israels während des Auszuges aus Ägypten.
B Jesaja 10.14: 6 Stück
Wie man in ein Nest greift, so griff meine Hand / nach dem Reichtum der Völker.
Wie man verlassene Eier sammelt, / so habe ich alle Länder der Erde gesammelt.
Da war keiner, der mit den Flügeln schlug, / keiner, der den Schnabel aufriss
und piepste.
Bemerkung: Eier waren auch in Israel zur Zeit Jesu nicht unbekannt. Wahrscheinlich
hielten sich in Israel viele Familien Nutztiere.
C Richter 14.18 a: 2 Tassen
18 Und am siebten Tag sagten die Männer der Stadt zu ihm, bevor die Sonne unterging:
Was ist süßer als Honig und was ist stärker als ein Löwe?
Er erwiderte ihnen: Hättet ihr nicht mit meiner Kuh gepflügt, dann hättet
ihr mein Rätsel nicht erraten.
D 1. Könige 5.2: 4 1/2 Tassen
2 Der tägliche Unterhalt Salomos belief sich auf dreißig Kor Feinmehl,
sechzig Kor gewöhnliches Mehl.
Bemerkung: Unter Feinmehl wird das gesiebte Mehl verstanden, gewöhnliches
Mehl entspricht dann dem Vollkornmehl. Mehl ist ein Grundnahrungsmittel Jesus
spricht von sich als dem Brot des Lebens. 14mal begegnet uns das Wort Mehl
alleine im Alten Testament. Unsere Hostien in der Kirche bestehen ausschließlich
aus Mehl.
E Nahum 3,12: 2 Tassen
12 All deine Festungen sind Bäume mit frühen Feigen: / Schüttelt
man sie, dann fallen sie dem, der sie essen will, in den Mund.
Bemerkung: Es gibt etwa 750-1000 Feigenarten, die man getrocknet, gedörrt
oder auch frisch essen kann. Für unseren Bibel-Kuchen eignen sich gut gedörrte
Feigen oder frische Feigen. Feigen gehören zu den erlesenen Früchten, die
sich eher Reiche leisten können. Denn ein Feigenbaum braucht viel Wasser und guten
Boden. Beides ist sehr wertvoll in einem Wüstenland wie Israel.
F 1. Korinther 3.2: 1/2 Tasse
Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr
noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht;
Bemerkung: In Israel gab es sicherlich keine Kuhmich zu trinken. Eher gibt
es dort Esel und Schafe. Da es hier aber keine Eselsmilch gibt und Schaf- und
Ziegenmilch nicht jedermanns Sache sind, empfehlen wir für den Bibelkuchen die
normale Kuhmilch.
G 1. Samuel 30.12b ohne Kuchen: 1 Tasse
12 außerdem gepresste Feigen und zwei Rosinenkuchen. Als er gegessen
hatte, kehrten seine Lebensgeister zurück; er hatte nämlich schon drei Tage
und drei Nächte keinen Bissen Brot mehr gegessen und keinen Schluck Wasser getrunken.
Bemerkung: Rosinen sind getrocknete Trauben. Ansonsten finden die Trauben
ja auch verwendet im Weinanbau, der in Israel, dem Land Jesu, Tradition hat. Beim letzten
Abendmahl nahm Jesus den Kelch mit Wein...
H Numeri 17.23 l Tasse
23 Als Mose am nächsten Tag zum Zelt der Bundesurkunde kam, da war der Stab
Aarons, der das Haus Levi vertrat, grün geworden; er trieb Zweige, blühte
und trug Mandeln.
Bemerkung: der Mandelbaum wird seit 4000 Jahren kultiviert und war auch
zur Zeit Jesu im ganzen Mittelmeerraum bekannt.
J Levitikus 2.13: 1 Prise
13 Jedes Speiseopfer sollst du salzen und deinem Speiseopfer sollst du das Salz
des Bundes dei-nes Gottes nicht fehlen lassen; jede deiner Opfergaben sollst du mit
Salz darbringen.
Bemerkung: Salz war früher ein sehr kostbares Gut, ganz im Gegensatz
zu heute.
K Jeremia 6.20: 3-4 TL
20 Was soll mir der Weihrauch aus Saba / und das gute Gewürzrohr aus
fernem Land? Eure Brandopfer gefallen mir nicht, / eure Schlachtopfer sind mir nicht
angenehm.
Bemerkung: Gewürzrohr = gerollte Rinde des Zimtbaumes, kurz Zimt gemahlen.
Statt reinem Zimt kann kann auch Lebkuchengewürz genommen werden.
L Backpulver
Bemerkung: Hier würde eine Bibelstelle passen, in der Asche vorkommt.
Asche von verbranntem Holz enthält Pottasche = Kaliumkarbonat und wird als Treibmittel
für Lebkuchen genommen. Aber die Bibelzitate, die wir gefunden haben, beschreiben
nur die Asche von Brandopfern von Tieren, eine doch unpassende Zutat zu einem Kuchen.
Wer eine passende Bibelstelle kennt, in der Holzasche gemeint ist, teile sie bitte
der Redaktion mit: redaktion bei st-walburga.de Vielen Dank im Voraus.
Bemerkung zu den Zutaten
Zucker fehlt in dem Rezept. Zucker in der Form, wie wir ihn heute kennen, war zur
Zeit der Bibel so gut wie unbekannt. Honig oder eingedickter Fruchtsaft waren das einzigen
Mittel zum Süßen. Durch den Honig erhält unser Bibelkuchen einen sehr
interessanten Geschmach.
Weiter Details zum Zucker: http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker
Frau Susanne Lutze hat dieses Rezept gefunden, Werner Niggemann hat es küchentauglich
überarbeitet und Pfarrer Wierling hat die Bemerkungen zu den biblischen Zutaten
ergänzt. Frau Ursula Luthe hat ihn für das Redaktionsteam gebacken und das
gesamte Team hat ihn probiert und für gut befunden. Von daher ist diese Webseite
ein gutes Beispiel für Teamarbeit. |