| Gemeindeleben | Pfarrbrief St. Walburga Overath, Weihnachten 2000 | |
Auf zum Teutoburger WaldHasenfenster im Dom zu Paderborn
Endlich war es soweit, die lang geplante Fahrt konnte durchgeführt werden. Es war nicht einfach, fünf Herren terminlich unter einen Hut zu bringen. Wir mußten ja mit verschiedenen Problemen fertig werden. Wer weiß schon Wochen voraus, ob eine Beerdigung an den Tagen ist oder nicht. So ging es am Montag, dem 21. August, mit dem Herrn Pastor und seinen vier Küstern auf zu einer Fahrt nach Paderborn. Leider hatte er noch seine linke Hand in Gips, so daß er nur als Beifahrer fungieren konnte. Die Ruhe tat ihm sichtlich gut.
Unser erstes Ziel war Paderborn. Dort besuchten wir das Krankenhaus "St. Josef", aber nicht um hier aufgenommen zu werden. Dieses Krankenhaus wird von den Schwestern des Ordens "Vom Kostbaren Blut" mitgetragen. Wir wurden von Schwester Philothea empfangen. Nach gemeinsamem Mittagessen ging's in die Stadt zur Besichtigung. Die Führung übernahm Schwester Philothea, die uns den Dom innen und außen sowie verschiedene andere Kirchen und historische Bauten zeigte. Sehenswert ist im Dom u.a. das Hasenfenster aus dem 18. Jh.: Drei Hasen und drei Ohren, und doch hat jeder zwei davon. Interessant waren auch die vielen Paderquellen. Der Fluß entspringt hier und hat der Stadt den Namen gegeben.
Anschließend ging's nach Neubecken zum Provinzialat der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. Nach der Zimmerzuweisung besuchten wir gegen 17 Uhr die hl. Messe. Nach dem Abendessen führten wir mit den Schwestern ein Gespräch. Durstig vom vielen Reden wurde vor der Bettruhe kurz eine Gaststätte aufgesucht und das "Warsteiner Pils" probiert.
Am anderen Morgen um 7 Uhr nahmen wir mit den Schwestern an der Eucharistiefeier teil. Wir staunten, ca.50-60 Schwestern waren anwesend. Nach dem Frühstück wurden uns verschiedene Einrichtungen des Klosters gezeigt. Zum Abschluß durften wir einen Blick in die Paramentenstickerei und die Näherei werfen. Alle Neuanfertigungen werden von der Leiterin, Schwester Augustine, entworfen und auf den Stoff aufgezeichnet. Sie ist befugt, in diesem Beruf auszubilden. Nachdem uns das Leibgericht "Stampf mit Pfannenkuchen" serviert wurde, hieß es vom Kloster und von den Schwestern Abschied nehmen.
Weiter ging's zu den Externsteinen am Nordosthang des Teutoburger Waldes. Diese Felsen mit eingemeißelten Felsenbildern, die dem 12. Jh. zugeschriebenen werden, sind sehr wahrscheinlich ein heidnisches Heiligtum gewesen. Die Felsengruppe besteht aus 13 Sandsteinfelsen, wovon einige bestiegen werden können. Wir haben eine Erstbesteigung durchgeführt.
Auf der Rückfahrt besuchten wir noch die Abtei "Königsmünster" bei Meschede. Ein verhältnismäßig neues Benediktinerkloster, wo z.Zt. etwa 70 Mönche in der Klosterschule unterrichten bzw. in den eigenen Werkstätten tätig sind. Hier trifft sich die Jugend jeden Mittwochabend , um zu beten, zu diskutieren oder zu tanzen.
Nach dem Konventamt und der Vesper wurde die Heimfahrt fortgesetzt. Es war eine schöne Fahrt, und wir haben nicht nur gelacht.
Johannes Häger

An den Externsteinen
Foto: J. Häger
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