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Katholische Kindertagesstätte
St. Walburga Overath

Computereinsatz
in der Kindertagesstätte

Erste Arbeitsgemeinschaft

Computereinsatz
in der Kindertagesstätte
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„Viele kleine Wassertropfen"

Die erste AG stand unter dem Titel: „Viele kleine Wassertropfen". An vier Nachmittagen haben wir ( eine sehr hilfreiche Mutter, die Biologin ist, und ich) uns mit sechs Kindern (ab 5 Jahre) dem Thema „Wasser" genähert. Auf dem Programm standen:

  • Der Wasserkreislauf,

  • mikroskopische Betrachtungen von Kleinstlebewesen aus einem Bach,

  • der Einsatz der CD-Rom: „Oscar der Ballonfahrer fliegt zum Teich" und

  • eine Exkursion zu einem Bach

Deutlich wird der lediglich unterstützende Einsatz von Software. Es war uns sehr wichtig zu zeigen, dass Software Kindern keine tatsächlichen Erfahrungen bieten, diese aber wunderbar ergänzen kann. Die Kinder haben mit der gleichen Faszination den Wasserkreislauf verfolgt, vor dem Mikroskop gesessen und Welten entdeckt, die sonst nicht sichtbar sind, spielerisch am Computer etwas über das Leben von grösseren Tieren am Teich gelernt, wie sie mit Gummistiefeln im Bach gestanden und die seltenen Libellenlarven gefunden haben.

Nun, bevor wir am dritten Nachmittag den Computer starteten, sprachen wir Regeln für den Umgang mit diesem Medium ab. Die Kinder sollten sich an der Maus abwechseln. Immer ein Kind darf „klicken", die anderen Kinder dürfen aber dem Kind „an der Maus" bei Lösung von Aufgaben helfen.

In der Gruppe war lediglich ein Kind, das noch nie Umgang mit der Maus hatte. Was lag also näher, als den Umgang durch die Kinder erklären zu lassen? „Das ist ganz leicht, du musst mit einer Hand die Maus bewegen, damit kannst du das Zeichen auf dem Bildschirm bewegen. So, und mit einem Finger hier klicken und dann passiert was, ", erläuterte Anna-Katharina. Es ist erstaunlich, wie schnell Kinder die Führung der Maus erlernen. Denn, das ist uns computergewöhnten Erwachsenen oft gar nicht so deutlich, dazu ist eine enorme Augen-Hand-Koordination erforderlich. Der Geschlechtunterschied spielt dabei keine Rolle, eher die individuellen Möglichkeiten und die Erfahrungen des jeweils agierenden Kindes.

Kommen wir zur AG zurück: Interessiert beobachtete ich, wie sich die sechs Kinder vor dem Bildschirm verhielten. Fast hätte ich doch einen Streit um die Maus erwartet. Aber weit gefehlt. Es entwickelte sich ein friedliches und konstruktives Miteinander. Kooperativ lösten die Kinder die Aufgaben. „Hey, ich glaube ich weiss, wie das geht, klick doch mal hier". Hatten sie eine Aufgabe falsch gelöst, so probierten sie erneut.

Überhaupt liegt in der Wiederholbarkeit ein grosser Vorteil der Software gegenüber einer (auch gut gemachten) Fernsehsendung. Die Kinder können Wissensinhalte oder Aufgaben solange wiederholen bis sie tatsächlich verstanden werden.

Zur Verdeutlichung: Kinder entdecken die Welt. Sie beobachten, machen Erfahrungen, setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander, lesen Bücher, schauen fern und …nutzen den Computer / Software. Wenn wir Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen wollen, so greifen wir auf die Hilfsmittel zurück, die uns zur Verfügung stehen. Warum nicht auch den Computer? Interessant sind hierzu auch die Ausführungen im Computerkonzept.

Natürlich will ich nicht ausblenden, dass mit Computern auch Ungutes geschieht. Nämlich genau da, wo er zum wichtigsten Bestandteil der kindlichen Freizeit wird. Aber liegt es nicht an uns Verantwortlichen, Eltern und Pädagogen, Kinder mit dem Medium Computer vertraut zu machen und sie zu einem sinnvollen Einsatz anzuleiten? Tipps hierzu finden Sie im Computerkonzept.

Mit unserer Form der Umsetzung konnten wir einige Eltern überzeugen, die im Vorfeld eher skeptisch waren. Als zusätzliche Information haben wir einen Gesprächsnachmittag für Eltern angeboten, der sich mit dem Thema „Kind und Computer" befasste und in Kooperation mit der Kolpingfamilie einen Informationsabend zum Thema „Der Bildschirm im Mittelpunkt der Familie" angeboten.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass wir froh sind, Computer in unserer pädagogischen Arbeit einsetzen zu können. Erste Erfahrungen sind gemacht, die nächsten stehen an. Ich freue mich darauf.

Falls Sie Fragen oder Anmerkungen zu dieser Thematik haben, so freue ich mich über Ihre Rückmeldung, meine email-Adresse lautet: kita@st-walburga.de

Heidi Krüger, Leiterin


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