Plakat des 4. Kreisökumenetages

4. Rheinisch-Bergischer Ökumenetag in Overath

Zur Rechtfertigungslehre

Ernst Abends

Am 31. Oktober, am Reformationsfest, einem hohen Feiertag der evangelischen Christen, soll nun endlich die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre in Augsburg unterzeichnet werden. Die beiden “Vertragspartner”, die evangelisch lutherischen Kirchen und die römisch katholische Kirche, tun damit einen großen Schritt auf dem Weg des gegenseitigen Verständnisses.

Für die evangelischen Christen das Fundament ihres Glaubensverständnisses, war und ist die Rechtfertigungslehre im Bewußtsein der katholischen Christen eher von zweitrangiger Bedeutung. Dabei ist sie wirklich das A und O unseres Verhältnisses zu Gott. Wir Menschen brauchen und können uns vor Gott nicht für unser Tun rechtfertigen. Die Rechtfertigung ist ein Geschenk Gottes an uns. Der einzige Weg zu diesem Geschenk ist der Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der uns alle von Sünde und Schuld erlöst und wieder und für immer in die Liebe des Vaters zurückgeführt hat.

Durch diese, für uns Menschen kaum vorstellbare Liebestat Gottes,
sind wir für immer
“gerechtfertigt”
Wir sind von Gott immer wieder angenommen,
so wir an Jesus Christus glauben und ihn als unseren Herrn annehmen.

Dieses Angenommensein wird in unserem Leben Wirklichkeit, wenn wir Gottes Liebe in unserem Herzen Wohnung geben und in unserem Tun wirksam werden lassen.


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