Goethe 250 Jahre

Kultur im Walburga Haus

Goethe Abend

Weidenmädchen

 

Sah ein Mann ein Mädchen gehn,
Mädchen auf der Straße,
War so jung und morgenschön,
hielt er an, es nah zu sehn,
Sah es mit Verlangen.
Mädchen, Mädchen, Mädchen schön,
Mädchen nah der Weide.

Mann der sprach: Ich liebe dich,
Mädchen komm zur Weide!
Mädchen haucht: Ich fürchte mich,
Trau mich nicht alleine.
Mädchen, Mädchen, Mädchen lauf,
fliehe diese Weide.

Doch der wilde Mann der packt,
`s Mädchen auf der Weide;
Mädchen wehrte sich und trat,
Und ihm half kein Weh und Rat,
Mann ließ es gar leiden.
Mädchen, Mädchen, Mädchen rot,
Mädchen auf der Weide.

 

 
Gedanken zum "Heidenröslein"
von Johann Wolfgang von Goethe

Marianne Bruns

Mai 1999

 


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